Neue wissenschaftliche Studie zeigt: Selbst zubereitet schmeckt besser

In einer wissenschaftliche Studie mit 120 Frauen konnte nachgewiesen werden, daß selbst zubereitetes Essen besser schmeckt.

In dieser Studie wurden entweder durch die Teilnehmerin selber oder durch den Studienleiter einfache Milchshakes aus 3 Zutaten gemixt. Jede der Probandinnen mußte das Rezept und die Zutatenliste durchlesen. Obwohl allen Teilnehmern somit das genaue Rezept bekannt war, schmeckte der selbst zubereitete Milchshake den Studienteilnehmerinnen signifikant besser als der fremd-zubereitete.

Die Studie zeigt, daß die reine Information über das Essen (also das genaue Rezept und die Kenntnis der Zutaten) eine notwendige aber nicht ausreichende Bedingung dafür ist, daß das Produkt schmeckt. Eine nur minimale Anstrengung bei der Essenszubereitung erhöhte den Geschmack des Lebensmittels, wobei die Mühe der Zubereitung in diesem Experiment auf das abwiegen und mischen von 3 Komponenten beschränkt war.

Die Wissenschaftler erklären das Ergebnis durch den sogenannten IKEA-Effekt. Leute schätzen selbst geschaffene oder gebaute Gegenstände höher ein als Gegenstände, die von anderen geschaffen wurden, weil sie für deren Herstellung Mühe aufgebracht haben. Zusätzlich schafft diese Mühe auch Belohnung, weil die selbst hergestellten Produkte für das Selbst und für andere Kompetenz signalisieren.
Dohle S, Rall S, Siegrist M. Does self-prepared food taste better? Effects of food preparation on liking. Health psychology dx.doi.org/10.1037/hea0000315

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